Die Offenbarung des Johannes hat ausgedient, in Zeiten in denen Gott vom Geld abgelöst wurde. Eine Offenbarung 2.0 muss her, eine aktuellere, eine, die auch noch gültig ist, wenn man sich in 300 Jahren an das 21. Jahrhundert zurückerinnert. Bertram, Frank und Herbert leben im 21. Jahrhundert und sind pleite. Nicht nur so ein bisschen “Aaaach je, jetzt ist ja erst der neunundzwanzigste und ich hab erst wieder ab dem ersten Geld auf dem Konto, wie soll ich denn dann morgen clubben gehen?”-Pleite, sondern so richtig, richtig pleite. Sodass sie sich sogar für die “Loser-Show” casten lassen, bei der man auspackt darüber, wie wenig man verdient, seine Lebensumstände vor dem Publikum ausbreitet und wenn man gewinnt bekommt man – nichts. Nur der Verlierer bekommt 25 Euro, damit es dem Gewinner noch ein bisschen schlechter geht.
Bertram hat Frank 400 Euro geliehen. Bertram teilt nämlich immer alles, sein Geld, seine Drogen, … und trotzdem hat er jetzt, wo er ganz unten angekommen ist keine Freunde mehr. Frank gibt die 400 Euro natüüüüürlich zurück. Nach vier Wochen, wie vereinbart. Wenn man das Geld vorher braucht, sollte man es auch nicht verleihen. Herbert verleiht überhaupt kein Geld, er hat damit schlechte Erfahrungen gemacht. Herbert macht sich eine abgelaufene Nudeltütensuppe [Bild links: Offenbarung 2.0] nebst einem halben Glas Multivitaminsaft, einem Apfel und einer Banane (vermutlich gegen Skorbut) und bereitet dann seinen Vortrag darüber vor, dass sich in der Arbeitswelt unserer Wissensgesellschaft der ganze Mensch (Körper, Geist, Emotion, Spiritualität) einbringen sollte und die Vorstellungen aus dem Industriezeitalter überholt seien. Mehr »