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Text und andere Tücken

11. Januar 2009 (23:51:37) | Proben | Von: Annika

2. Szene des 1. Teils von Ödipedia - Die Schauspielerinnen (von links: Annika als Fred, Maren als Kreon, Johanna als Iokaste) brauchen am 11.01.2009 teilweise noch ein Textbuch.Es wird wohl noch eine Weile dabei bleiben: Die größte Schwierigkeit bei der Probe ist und bleibt der Text. Trotz expliziter Hinweise unseres Regisseurs konnte keiner von uns den Text der 2. Szene vollkommen flüssig. Die Gründe dafür waren wie immer zahlreich. Da war der Text der Szene davor gelernt worden,da war ein unfertiges Essay bis Montag abzugeben und wer nach der Chorprobe noch arbeiten gehen muss, hat es schwer, danach noch Text zu büffeln. Schon klar.  Völlig unvorbereitet war zum Glück keiner unter uns, im Gegenteil. Die Frustration die den ein oder anderen unter uns im Probenverlauf ergriff, lag wohl gerade an der stundenlangen Vorbereitung, die manchmal wie umsonst schien. Denn diese ungewöhnlich lange Szene besteht beinahe ausschließlich aus Dialogen:  Viele alleinstehende, kurze Sätze, die sich – so kam es uns vor- weigerten, uns korrekt über die Lippen zu kommen…

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Textfrust und Abhilfe

16. Dezember 2008 (16:22:59) | Verschiedenes | Von: Annika

Nach so vielen positiven Berichten ist es auch einmal Zeit, viel angestauten Frust rauszulassen und über den Schmerz eines Schauspielers beim Textlernen zu reden. Weh und Ach! Io! Ai!! Ich werde das NIIIIE lernen!! So oder ähnlich sind die Gedanken, die mir in den Sinn kommen, wenn ich mein Textbuch zur Hand nehme, dass schon jetzt ziemlich abgenutzt aussieht. Dabei ist es nicht der Text der Tiresia/Fred oder Liftofos, der mich verzweifeln lässt, sondern die langen Chorpassagen die leider völlig ohne Rythmus oder Reim sind (es ist halt nicht jeder ein Genie wie Hölderlin und schafft es, das griechische Versmaß zu erhalten). Auch ist der Text nicht immer so logisch aufgebaut, dass man sich am Sinn “entlanghangeln” könnte. Kommt die Aufzählung der Götter im 1. oder im 3. Vers? Wie heißen diese ganzen Götter denn auch gleich und wo waren noch gleich die Atempausen? Puuh, ganz schön knifflig. Drahtons Text ist da schon eingängiger: “Schweiget! Bin weder Prophet noch schöne Muse, trage weder Hose noch Bluse. Doch eins ist gewiss, dass sollt ihr erinnern: Mit meinem Wissen werdet ihr zu Gewinnern…” usw. Toll!

Leider weigert sich Beni, dramaturgisch einzugreifen und Teile des Chors zu streichen. Und da er das letzte Wort hat, werde ich wie alle anderen wohl die Zähne zusammenbeißen – dabei würde ich dieselben doch manchmal lieber in mein Textbuch schlagen… Da hilft nur: Lesen, lesen, lesen. Laut (zu Hause) oder leise (U-Bahn) oder im Chor (siehe Probenbericht). Mehr »

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt. Oder: Was ist deine Sünde?

06. Dezember 2008 (23:29:58) | Veranstaltungshinweise | Von: Annika

… zugegeben diese Weisheit hätte Ödipus sich vielleicht lieber nicht so sehr zu Herzen genommen. Die Charaktere in Sartres Stück ‘Geschlossene Gesellschaft’ müssen aber genau das erkennen. Doch bevor sie das tun, entwickeln die 3 Schauspieler in der Inszenierung des “Theater unterm Dach” trotz der nach allen Seiten offenene Bühne ein Gefühl der Bedrängung und Enge, das sich schnell auch bei mir als Zuschauerin bemerkbar gemacht hat. Denn schnell ist klar: Die verschlossene Tür, das fremdartige Gefängnis besteht nicht aus Steinmauern sondern ist in den Personen selbst angelegt. Und so hat sich jeder der drei sein eigenes Gefängnis geschaffen. Diese Wahrheit ist es, die sie verbindet. Trotzdem müssen sie sich gegenseitig helfen, um zu fliehen. Und das ist komplizierter, als es auf den ersten Blick aussieht. Denn mit dem Seelenstriptease allein ist es nicht getan.

Gerne würd ich über diese beeindruckende Inszenierung noch mehr schreiben, aber wie auch die letzten beiden Tage wird morgen um 6:00 Uhr mein Wecker klingeln und mich zu einem 10-stündigen PR-Seminar bestellen. Der einzige Trost: Ich lerne dort ganz viele tolle Dinge, die sich vielleicht sogar für Antigone 2.0 einsetzen lassen. Bis dahin: Gute Nacht!

Basteln und (Un-)Ordnung schaffen

07. November 2008 (01:46:14) | Neuigkeiten | Von: Annika

“Nur dumme Menschen halten Ordnung. Ein Genie überblickt das Chaos.” Normalerweise halte ich mich sehr gerne an diesen Leitsatz, der im Fall aller Fälle die beste Ausrede für meine nicht-aufgeräumte Wohnung darstellt. Doch bei den Organisation unserer Website waren die einzigen Genies Beni und Nico, die die Ordnung noch verstanden haben. Und wer Informationen suchte, wusste vor lauter Verlinkung oft nicht mehr, wo ihm der Kopf stand – zumindest ging mir das so ;-) Deshalb habe ich mich in die Tiefen der Seitenstruktur begeben und mich bemüht, etwas ‘Licht’ ins Dunkel zu bringen. Naja, eigentlich habe ich hauptsächlich die Pressefotos ausgedünnt und im Gegenzug die Informationen zum Antigone 2.0- Projekt vervollständigt.  Vermutlich hätte ein Profi (s.o.) das in Nullkommanix hingekriegt. Ich ja auch… wenn da nicht diese blöde Formatierung wäre… ein html-fachmann/frau hätte mir sehr geholfen. Ich entschuldige mich übrigens hier auch für diverse Formatierungsfehler… Aber hoffentlich ist jetzt die ein oder andere Seite etwas übersichtlicher :-)

Schaurige Party

02. November 2008 (01:18:12) | Verschiedenes | Von: Annika

Manche Dinge sind so gut, dass man sie innerhalb von 3 Jahren zu einer lebenslangen Institution machen will. Nein, ich bin nicht verlobt, sondern schwelge nur in Erinnerungen an die gestrige Halloween-Party. Und auf einmal wird man ganz irrational… Wozu ein Auslandsjahr, wenn ich dann die Party verpasse? Lohnt sich das denn…? ;)

Spaß beiseite, ich habe wohl klar gemacht, dass es wieder ein voller Erfolg war. Nun ja. Für die meisten von uns. Der ein oder andere hat sich wohl etwas zu tief in die grüne Wiese gelegt und ist darüber eingeschlafen aber das nur am Rande. Ansonsten war wieder alles dabei, was für mich eine gute Party ausmacht: Alte und neue nette Gesichter (mit interessanten Personen inkl. versteht sich), lecker-ekliges Essen (für wen das ein Widerspruch ist, bitte die letzten Blogs noch einmal aufmerksam lesen), Tanz, Gesang und natürlich wieder jede Menge zweideutige Späße. Ich persönlich habe ja die Feier noch heute morgen ausklingen lassen und prompt meine Chorprobe verschlafen. Damit mir das morgen nicht passiert, geh ich jetzt auch brav ins Bett… Immerhin ist morgen die letzte Probe vor der Textsperre… Wer weiß, ob sich da nicht noch die ein oder andere Idee findet, die man unauffällig bis zum 05. November in Ödipedia einbauen könnte. Bis dahin – Gute Nacht!

Update von Benedict am 05.11.2008: Fotos! Mehr »

Der Countdown läuft!!

31. Oktober 2008 (16:32:22) | Verschiedenes | Von: Annika

Nur noch bis morgen können Wünsche auf dem ödipedia-Wunschzettel eingetragen werden, dann sperren wir diese Funktion! Die Textbearbeitung ist aber noch bis zum 05. November problemlos möglich. Also: Wer bisher sein kreatives Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat, sollte sich beeilen…

Bei der Probe am 09.November steht dann schon der Text fest, mit dem wir proben. Und das interessiert sogar die Berliner Presse, sodass wir in dieser Probe Besuch von einer sehr netten Dame bekommen werden, die unser Projekt unglaublich spannend findet (mir gefällt ja diese Einstellung grundsätzlich schon *g*). Sie kommt übrigens von einer bekannten Zeitung hier in Berlin… Mehr soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Es sei denn, Sie sind Journalist und wollen der Konkurrenz zuvorkommen – dann können Sie uns am Sonntag gerne auch besuchen ;-)