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Monat: Juni 2011

O.W.C – der One-WomanChor

28. Juni 2011 (19:11:44) | Proben | Von: Vinzenz

Chorpassagen zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass viele Personen gleichzeitig denselben Text sprechen. Da du nur eine Person bist, wird das schwierig.

Mit dieser klugen Einsicht unseres Regisseurs begann unsere letzte Probe, die unser Neuzugang Pia nutzte, um sich in der Rolle des antiken Chors auszuprobieren, den sie bei Ajax//Don Quichotte tatsächlich im Alleingang verkörpern wird.

Der Chor als kommentierende Stimme des Volkes nimmt in ‚Ajas‘, so wie in den meisten antiken Tragödien, eine durchaus wichtige Rolle ein und darf deshalb auch in unserer Inszenierung nicht fehlen. Darin waren wir uns einig. Weniger einig waren wir uns darüber, wie die Rolle sich auf eine einzelne Person reduzieren lässt, ohne dadurch ihre Wirkung zu verlieren. Aber um solche Fragen zu klären, proben wir ja. 😉 Mehr »

„Becoming Rosinante“ – oder: Vom Fahrrad zum Pferd

12. Juni 2011 (22:11:20) | Proben | Von: Vinzenz

Wir proben, spontan zu sein (Probe v. 11.06.2011)Unsere Lisa scheint irgendwie immer in Bewegung zu sein: Bei Ödipedia spielte sie unter anderem das sprechende Fahrrad Drahton. Bei Ajax // Don Quichotte übernimmt sie nun die Rolle von Don Quichottes stolzem Hengst Rosinante. (Ja, mir ist bewußt, dass ein Hengst ein männliches Pferd und Rosinante ein Frauenname ist; — der Regie ist dieser Gegensatz jedoch wichtig. Aus Gründen. 😉 )

Um das Verhalten, den Status und das allgemeine Auftreten des Rosinante — gerade in den Szenen, in denen er keine tragende Rolle spielt — ging es in der letzten Probe. Ist Rosinante heißblütig, oder eher streichelzahm? Tut er brav, was ihm gesagt wird, oder muss gar Don Quichotte im Zuge der Gleichberechtigung auch mal das Pferd auf seinem Rücken tragen? Fragen über Fragen… Mehr »

Rollenarbeit vs. Absurdität

04. Juni 2011 (21:18:48) | Proben | Von: Vinzenz

„Wir müssen das Absurde strukturieren!“

Unter diesem Motto — das langsam ein Eigenleben entwickelt und parasitär in den allgemeinen Sprachgebrauch der Gruppe übergeht — stand die heutige Probe.Und da haben wir uns einiges vorgenommen, denn unser Inszenierungskonzept ist kaum weniger absurd als die Geschichten, die wir auf die Bühne bringen werden. (Ja, „Aias“ und „Don Quichotte“ sind große Klassiker, aber machen wir uns nichts vor: Der eine  verwechselt ’ne Herde Scharfe mit ’ner feindlichen Armee — man kennt das ja! –, und der andere bläst in Ermangelung eines realen Gegners zum Angriff auf Windmühlen. Absurd ist das Ganze schon.)

Um dem Absurden etwas mehr Herr zu werden, begannen wir heute mit der individuellen Rollenarbeit. Obwohl die Inszenierung sich stets weiter entwickeln und sich aus vielen Versatzstücken zusammensetzen wird, gibt es doch feste Rollen, die uns dabei helfen, auf der Bühne eine klare Linie beizubehalten und uns eine „Daseinsberechtigung“ geben. Zu diesen Rollen gehören z.B. der Moderator, Don Quichotte, der Bote oder auch… Don Quichottes treues Pferd Rosinante? Okay, ab hier wird’s wieder absurd… 😉 Mehr »

Probennotizen

02. Juni 2011 (12:10:50) | Proben | Von: Benedict

Wenn die Assistentin mal nicht da ist, sehen die Probennotizen des Regisseurs teilweise so aus: 😀