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Warum habt ihr den denn eingeladen? – Teil 2: Jan-Uwe Fitz

18. Februar 2010 (13:48:39) | AntikEkstase-Einladungen | Von: Benedict

„Warum habt ihr die/den denn eingeladen?“ ist eine neue Reihe von Blogposts, die genau diese Frage beantwortet – bezogen auf unser komplettes geplantes Programm für ANTIKEKSTASE. Beginnen möchte ich mit dem Rahmenprogramm, fortsetzen über das Filmprogramm und enden mit den Theaterinszenierungen. Ein wichtiger Hinweis vorab: Es handelt sich um geplante Programmpunkte, alle Angaben ohne Gewähr!

Heute also (relativ willkürlich ausgewählt): Jan-Uwe Fitz

Jan-Uwe FitzWas ist das und wer macht da mit?

Jan-Uwe Fitz ist Taubenvergrämer von Beruf, bekannt durch Blog und Twitter und tourt mit Lesungen durch ganz Deutschland. Klingt komisch, ist aber so.

Er soll eigens für unser Festival einen Text zur griechischen Antike schreiben und wird diesen bei drei Lecture Performances (Lesung mit Schauspiel-/Performanceelementen) als Solokünstler vortragen.

Und warum habt ihr den eingeladen?

Die publikumsorientierte Begründung: Kaum einer ist witziger als Jan-Uwe Fitz. Die Festivaljury wurde u. A. von seinem „Das Alpenglühn“ und „Den Zauberbrötchen“ überzeugt. Der zuständige Juror Stefan lacht immer noch.

Die offizielle/wissenschaftliche Begründung: Jan-Uwe Fitz ist ein Meister der absurden Komik. Seine anekdotenhaften Erzählungen, die mit Trashelementen, Redundanzen, wilden Themensprüngen und clownesken Elementen gewürzt werden, vermischen sich dabei mit vermeintlich biographischen Elementen. So weigerte Fitz sich beispielsweise eine eigene Biografie für das Festival einzureichen und gab den Lebenslauf seiner Kunstfigur des „Taubenvergrämers“ bei uns ab. (Siehe Broschüre S. 17) Sehr bewusst wirft er die Frage nach Abgrenzung literarischer Figuren, Bühnenfiguren und Darstellern bzw. Autoren auf. Insbesondere für die Schnittstelle zwischen Literatur und darstellender Kunst ist Jan-Uwe Fitz Wegbereiter einer neuen Ästhetik.

Der konzeptionelle Ansatz: Um Leuten unsere Themen schmackhaft zu machen, muss unser Programm auch unterhaltsame und leicht zugängliche Veranstaltungen anbieten. Jan-Uwe Fitz bildet quasi den Gegenpol zu der Verteidigungsrede des Sokrates, die als ernstere Veranstaltung ebenfalls als Lecture Performance/Rezitation konzipiert ist.

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Kommentare

Kommentar von Stefan
Zeit: 18. Februar 2010, 23:38:12

Ich kringle mich wirklich vor Lachen – allein schon wenn ich seinen Blog lese. Der Mann ist großartig :-)

Kommentar von Stefan
Zeit: 18. Februar 2010, 23:38:44

Ich meine seinen Twitter, nicht Blog, man muss ja korrekt bleiben 😉

Kommentar von Benedict
Zeit: 19. Februar 2010, 12:38:30

Du findest also das Blog nicht lustig? Soso.

Kommentar von Stefan
Zeit: 19. Februar 2010, 13:48:58

Doch, der Blog ist auch gut, aber ich meinte einfach seinen Twitter. Immerhin schafft er es auch mit so wenig Zeichen mich zu amüsieren. Der Blog ist dann noch mal mindestens drei Schaufeln drauf, ist doch klar :-)

Kommentar von herr wanninger
Zeit: 28. April 2010, 19:33:19

damit dürfte griechenland ja wohl dann gerettet sein.

Kommentar von Anderl
Zeit: 29. April 2010, 09:50:12

Sein Blog ist spitze. Auch sein Twitter. Also quasi beides, ich meine, sein Twitter und sein Blog, gewissermaßen.

Pingback von Wieder verlasse ich meine Wohnung… at Taubenvergrämer aus aus aus
Zeit: 30. April 2010, 09:57:17

[…] Festival Antikestase, Berlin […]

Pingback von WIDL twidlt. | Wer ist dir lieber?
Zeit: 30. April 2010, 13:32:50

[…] und gar eigenartigen Stil, er bloggt auch irrwitzige Geschichten, veranstaltet Lesungen und gilt in Theaterkreisen als “Wegbereiter einer neuen Ästhetik” an der “Schnittstelle zwischen Literatur […]

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