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Neue Ödipedia-Fotos und Erläuterungen zum zweiten Teil

29. April 2009 (13:01:34) | Neuigkeiten | Von: Benedict

Ödipus (Martin, Mitte) wird von Theseus (Sophia, links) und Antigone (Alessa, rechts) dazu überredet, ein Gespräch mit seinem Sohn Polyneikes zu führen.Über 400 Mal haben zwei Fotografen – Sven Reichelt und Björn Schott – bei unserer Aufführung am 25.04.2009 auf den Auslöser gedrückt, die besten Fotos die dabei entstanden sind, werde ich im Laufe der nächsten Tage hier im Blog vorstellen. Ich beginne mit dem zweiten Teil. Die Fotos kann man durch Anklicken vergrößern, sie sind auch bereits in höherer Qualität im Pressefotobereich zu finden.

Am Bild links finde ich besonders die Gesichtsausdrücke schön. Es stammt aus einer Szene, in der Ödipus von Antigone und Theseus dazu überredet wird, ein Gespräch mit seinem Sohn Polyneikes zu führen. Das entscheidende Argument: „Und wenn wir dir Schokolade geben, lieber Vati?“ sorgt beim Publikum immer wieder für Lacher.

Ödipus (Martin, Mitte), von Antigone (Alessa, rechts daneben), geführt im Zauberwald. Foto vom 25.04.2009.Der zweite Teil zieht einen Großteil seines Witzes aus dem bewusst eingesetzten Theaterkitsch. Es gibt Lichtblitze, die das Gewitter illustrieren, der heilige Hain der Eumeniden wird grün beleuchtet (Bild rechts) und der Chor verkrümmt sich, als seien sie Bäume. Die Figuren sprechen pathetisch oder ausgestellt naiv, oder kommen sogar als, bzw. mit Handpuppen auf die Bühne. Der teilweise absurde oder kindische Text wird hierdurch übersteigert, sodass der zweite Teil unserer Tragödie eher Komödie ist und hoffentlich zu einer Entladung der Anspannung (der Zuschauer) aus dem ersten Teil führte.

Ödipus (Martin, links) spricht mit Kreon (als Handpuppe, gehalten von Maren, rechts) über seine mögliche Rückkehr nach Theben. Foto vom 25.04.2009.Auch unser Bühnenbild wird im zweiten Teil nochmal auf kreativen Wegen genutzt. Nachdem es bereits als Schattenwand und im Prolog eine wichtige Rolle spielte, stellt es nun den Übergang zwischen Theseus Palast und dem heiligen Hain dar. Der Wechsel zwischen den beiden Orten ist fließend, ein Schritt nach links reicht, und er ist vollzogen.

So, als Teaser zunächst nur diese drei Fotos, weiter gehts in Kürze. :-)

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