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Bühne steht, Text sitzt, Ödipus liegt

15. April 2009 (16:00:43) | Proben | Von: Benedict

Bühnenbild des 2. Teils von Ödipedia, mit Chor und Regieassistentin Maike (vorne links auf dem Boden). Foto vom 14.04.2009.

1. Szene des 1. Teils von Ödipedia. Ödipus (Martin, links) und die Seherin Tiresia (Annika, rechts) joggen um den sitzenden Chor. Foto vom 14.04.2009.Gestern habe ich ab 8 Uhr morgens mit Stefan daran gearbeitet, die Seitenvorhänge zu korrigieren bzw. aufzuhängen. Wie man an den Bildern von Montag erkennt, war der rechte noch zu lang und völlig schief aufgehängt und der linke hing noch gar nicht. Meine Finger schmerzen nun, wie eigentlich mein ganzer Körper. Hans hat sich währenddessen auf die Suche nach Licht gemacht und wurde auch fündig. Allerdings ging alles nicht so schnell voran wie erhofft, naja, müssen wir heute halt schneller arbeiten. 😉

Um 16.30 Uhr kamen die ersten Schauspieler an. Zunächst wurden nochmal eine ganze Reihe von Chor- und Sphinxpassagen geprobt, die sich mit komplettem Bühnenbild doch in einigen Details geändert haben. Später kam noch Martin, unser Ödipus, dazu. Mit dem kompletten Team wurde der Anfang des Stücks (Prolog, Parodos, 1. Szene), sowie der Anfang des 2. Teils geprobt. Insbesondere wichtig war auch zu sehen, wie Schauspieler liegen, wenn sie auf den Boden fallen, weil ihnen ein Bein gestellt wird (Ödipus), oder wenn der Chor ihnen Gewalt antut (Sphinx).

Die Handpuppenszene des 2. Teils von Ödipedia. Sechs Handpuppen werden durch den Lamellenvorhang gesteckt. Foto vom 14.04.2009.Zu guter letzt wurden noch die Szenen aus dem 2. Teil geprobt, bei denen Handpuppen zum Einsatz kommen. Lisa erwies sich hier als kritische und hilfreiche Beobachterin und hat als Expertin für Handpuppen einige wertvolle Details korrigieren und verbessern können. Danach wurde das Bühnenbild wieder abgebaut und unter der Bühne verstaut (um heute Nachmittag wieder aufgebaut zu werden – Sisyphos lässt grüßen!), zusammengepackt und die Bühne gesaugt und um 23 Uhr waren wir auch schon auf dem Weg nach Hause.

Sorry für die dunklen Fotos, bei denen auch noch immer eine Leiter zu sehen ist. Bin kein Fotograf.

Kommentare

Kommentar von Annika
Zeit: 15. April 2009, 17:11:05

Langsam erschließt sich mir die Tücke (oder schöne Besonderheit) einer ‚gläsernen Produktion‘. So ist das tolle tolle Bühnenbild für viele wohl keine Überraschung mehr und auch so tolle Dinge wie die Handpuppen offenbaren sich dem neugierigen Benutzer bereits im Voraus. Allerdings wissen diese Menschen auch, dass sie etwas ganz Fantastisches erwartet. :)

Kommentar von Vinz
Zeit: 16. April 2009, 00:35:19

Ich würde sagen, das hat alles sein für und wieder. Gerade für Off-Produktionen, wo nicht unbedingt „große“ Namen und ein unchristlich hohes Produktionsbudget den geneigten Besucher locken, könne solche Ausblicke auf Qualität durchaus anregend sein, finde ich. Ihr habt so auf jeden Fall die Chance, auch Leute zu erreichen, die „off“ für gewöhnlich gleichsetzen mit „Schrott“. Hab‘ schon einige Leute, die Angst hatten, ich würde nur der Freundschaft halber für Euch werbung machen, erfolgreich hierher verwiesen, um das Gegenteil zu beweisen. Insofern: Thumbs up!

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