Vernetzt
Am Sonntag haben wir uns eingehend mit der 3. Szene des 1. Teils beschäftigt. Aber bevor es so weit war, gab es erstmal reichlich Konfusion, welchen Probenraum wir verwenden können, wo der Schlüssel zu finden ist usw. Im Raum angekommen, begann ich die Probe damit, meinen Kaffee zu verschütten und Maikes Unterlagen zu versauen.
Wie auch in der Ballspielszene spielt in der 3. Szene das Netz von Iokaste eine entscheidende Rolle. Das Netz ist eine antike Todesmetapher. In der Orestie wird Agamemnon von seiner Frau Klytaimnestra mit einem Netz getötet. In Ödipedia steht das Netz auch für den schicksalhaften Umgang mit Wissen. Iokaste, die am meisten über die Vorgeschichte weiß, hält das Netz in der Hand, es wird von anderen Figuren teils bewusst, teils unbewusst verstrickt, vernetzt, verwoben.
Ödipus erfährt von seiner Abstammung teils durch Schicksal, teils durch eigenes Forschen. Er wird ins Netz gesponnen, zieht es sich aber nochmal selbst ein Stück weiter nach oben, auch wenn Tiresia, Iokaste und der Bote im Verlauf des Stückes sagen, er solle das Forschen sein lassen und am Besten einfach so unwissend dahin leben.
Es ist gar nicht so leicht, sich so in einem Netz zu verfangen, dass es unabsichtlich aussieht, wie Stefan feststellen musste. Die Szene beginnt damit, dass dem Boten genau das passiert. Mehr »


Es gibt bekanntlich nichts, was unser Bühnenbildner und Lichtdesigner Hans nicht kann. Gestern hat er mir beispielsweise vorgeführt, wie man unsere
Außerdem hat Hans mir gestern konkrete Pläne fürs Bühnenbild präsentiert (Bild rechts: Vorderseite hinterer Vorhang). Zwar wird das ganze mal wieder unglaublich viel Organisationsaufwand und Arbeit (Lamellen müssen mehrmals gestrichen werden, 1632* Quadrate müssen aus Goldfolie ausgeschnitten werden, drei Tage lang sollen Helfer (die es bisher teilweise nur theoretisch gibt) in einer Lagerhalle bei Adlershof am Bühnenbild arbeiten und wir brauchen unbedingt noch einen Graffitikünstler…), aber wenn das Ergebnis wirklich so aussieht, wie auf den Entwürfen, dann lohnt sich der Aufwand allemal.
Für den Bühnenbau werden vermutlich wieder einige 



Zeit für ein paar neue Fotos mit unserem wunderschönen Lamellenvorhang. Am Montag war Hans nochmal hier und wir haben uns ausführlich über diese großartigen Bühnenelemente und ihre szenische Nutzung unterhalten. Heute wurde die Theorie in die Praxis umgesetzt, denn
Zwar werden wir versuchen, das bei den Aufführungen immer in die gleiche Richtung einzustellen, aber falls der Vorhang doch mal um 180° gedreht sein sollte, muss man die Handpuppe andersrum durch den Vorhang stecken. Schwer zu erklären, ist aber so. 





