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Der Mann mit dem Motor

23. März 2009 (14:56:26) | Neuigkeiten | Von: Benedict

Ein motorisierter Lamellenvorhang, gebaut von Hans.Es gibt bekanntlich nichts, was unser Bühnenbildner und Lichtdesigner Hans nicht kann. Gestern hat er mir beispielsweise vorgeführt, wie man unsere Lamellenvorhänge mit einem Motor steuern könnte. Dafür hat er sich (genau wie ich auch) einen Probevorhang ins Zimmer gehängt. Die motorisierte Steuerung schafft leider mehr Probleme, als sie löst: Sie ist laut, langsam und wenn man den Motor zu spät stoppt geht der Vorhang kaputt. Außerdem lässt er sich dann nicht mehr manuell steuern – fällt der Motor also einmal aus, wären wir verloren. Naja, die Idee war gut. 😉

Der Lamellenvorhang an der BühnenrückwandAußerdem hat Hans mir gestern konkrete Pläne fürs Bühnenbild präsentiert (Bild rechts: Vorderseite hinterer Vorhang). Zwar wird das ganze mal wieder unglaublich viel Organisationsaufwand und Arbeit (Lamellen müssen mehrmals gestrichen werden, 1632* Quadrate müssen aus Goldfolie ausgeschnitten werden, drei Tage lang sollen Helfer (die es bisher teilweise nur theoretisch gibt) in einer Lagerhalle bei Adlershof am Bühnenbild arbeiten und wir brauchen unbedingt noch einen Graffitikünstler…), aber wenn das Ergebnis wirklich so aussieht, wie auf den Entwürfen, dann lohnt sich der Aufwand allemal.

Das Bühnenbild von Ödipedia, bestehend aus bemalten, beklebten und naturbelassenen Lamellenvorhängen.Für den Bühnenbau werden vermutlich wieder einige Helfer gesucht, die am 06., 07. und 09. April ab morgens um 8 Uhr Lust und Zeit haben, ein paar Stunden für die Liebe zum Theater, Freikarten, ein Programmheft, ein T-Shirt, Freibier, eine Einladung zur exklusiven Abschlussfeier von Ödipedia und einen Ödipedia-Button zu arbeiten. Wer Interesse hat, möge sich melden. :-) Tätigkeiten umfassen Streichen von Lamellen, ankleben von Goldfolie, einfache Handlangerdienste – alles ganz easy und locker.

Im Bild oben sieht man, wie die Vorhänge auf der Bühne aussehen werden. In diesem Fall ist die Rückseite des hinteren Vorhangs zu sehen.

* = Herzlichen Dank an Nicolas, der mir erklärt hat, wie ich ermittle wie viele Pixel eines Bildes die gleiche Farbe haben. Man braucht nur Gimp, das XPM-Format, die Befehle tr und ls und einen Taschenrechner.

Kommentare

Kommentar von Annika
Zeit: 23. März 2009, 15:10:09

OMG! Es ist vollkommen wahnsinnig! (und toll)

Kommentar von Stefan
Zeit: 24. März 2009, 17:07:00

Wofür brauchen wir einen Grafitti-Künstler? Hab ich da was nicht mitbekommen? Augenscheinlich ja. 😉

Kommentar von Benedict
Zeit: 24. März 2009, 17:16:47

Es ist angedacht, die makellosen weißen Vorhänge die auf dem untersten Bild rechts und links der Bühne zu sehen sind in der Pause umzudrehen. auf der Rückseite soll Graffitti aufgesprüht sein, idealerweise ein paar philosophische Fragen, kann aber auch in Richtung Klowandsprüche gehen und evtl. noch ein paar einzelne Wörter wie „Mörder“, „Gott“ oder „Laios“ dazwischen… 😀

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