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Der Chor im Mittelpunkt

21. Januar 2009 (19:34:55) | Proben | Von: Benedict

Der Regisseur gibt dem Chor Anweisungen zu Positionen und Bewegungen. 18.01.2009Annika hat ja bereits ausführlich über die letzte Probe geschrieben. Ich möchte auch noch ein paar Worte dazu schreiben – und endlich die Probenfotos nachreichen.

Als ich anfing mir Gedanken zum Chor in Ödipedia zu machen, fand ich die Chorpassagen äußerst schwierig. Diesmal wollte ich den Text nicht einfach auf eine Chatleinwand werfen (wie bei Antigone 2.0) Herausgekommen ist ein Konzept, das den Chor – wie schon im Blogeintrag von vor zwei Wochen angedeutet – möglichst viele der  gesellschaftlich akzeptierten Arten des Umgangs einer (heutigen) Gemeinschaft mit einer – vermeintlichen oder tatsächlichen – Gefahr für Mitglieder dieser Gemeinschaft visualisieren lässt.

Gewalt gegenüber der SphinxDie Visualisierung selbst basiert auf sehr einfachen Konzepten: Aus den maximal acht Personen im Chor kann ich einen Kreis, eine unendlich wirkende Gerade, eine militärisch wirkende Doppelreihe, einen Keil (im Bild über diesem Absatz) und vieles mehr entwerfen. Diese einfachen geometrischen Formen haben es in sich: Dadurch, dass sie aus Individuen zusammengesetzt sind, die während sie Teil des Chores sind die Chorpassage dennoch in ihrer Rolle einzigartig interpretieren, bekommen die Szenen eine starke Intensität.

Gewalt gegenüber der Sphinx (im Bild über diesem Absatz) wirkt schlimmer, wenn jede Person diese auf eine anderer Art und Weise ausübt (Schläge, Tritte, Strangulieren, usw.) und vor allem in der nächsten Szene wieder der besonnene König, der weise Seher, das liebe kleine Mädchen, usw. ist.

Der Chor und die Sphinx

Ödipus versucht das Rätsel der Sphinx zu lösen.Wir haben uns circa ein Drittel aller dieser wichtigen Chorszenen am letzten Sonntag vorgenommen. Die Gewaltszene lief schon sehr gut, der Parodos) im Bild links) scheiterte ganz praktisch am zu rutschigen Boden (im Bild nicht zu sehen, aber Ödipus rutschte beim Herumschubsen der Sphinx immer wieder aus), eine dritte daran, dass die Pausen und Einsätze nicht perfekt harmoniert haben. Denn nur wenn alle zur gleichen Zeit das gleiche sagen, kommen die individuellen Unterschiede der einzelnen Choreuten gut rüber.

Ich wette es bleiben noch jede Menge offene Fragen übrig.Reaktionen auf die Sphinx Zum Beispiel die offensichtlichste: Warum hat Ödipus auf den Fotos Papilotten im Haar – und wie sieht er aus, nachdem man diese wieder entfernt? Hierzu schreibe ich noch einen Extraeintrag. Versprochen. 😉

Kommentare

Kommentar von Annika
Zeit: 22. Januar 2009, 08:14:34

Ach, dass diese Figuren ein Gesamtkonzept haben, ist mir bisher noch nicht aufgefallen…aber jetzt, da du das so schreibst… :-)

Kommentar von Sophia
Zeit: 23. Januar 2009, 00:27:35

Ich darf die besondere Aufmerksamkeit auf Maren im vierten Bild von oben lenken :-))

Kommentar von Benedict
Zeit: 23. Januar 2009, 00:33:39

Oh, ja, das Teletubby. Ich hab davon auch noch ’ne Großaufnahme, aber hab mir gedacht, ich lass das mal besser. 😉

Kommentar von Alessa
Zeit: 25. Januar 2009, 00:36:08

Ich dachte, es wäre ein Einhorn gewesen. Mit rosanem Horn. Ein schwules Einhorn.

😉

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