Antigone 2.0 Logo




Text und andere Tücken

11. Januar 2009 (23:51:37) | Proben | Von: Annika

2. Szene des 1. Teils von Ödipedia - Die Schauspielerinnen (von links: Annika als Fred, Maren als Kreon, Johanna als Iokaste) brauchen am 11.01.2009 teilweise noch ein Textbuch.Es wird wohl noch eine Weile dabei bleiben: Die größte Schwierigkeit bei der Probe ist und bleibt der Text. Trotz expliziter Hinweise unseres Regisseurs konnte keiner von uns den Text der 2. Szene vollkommen flüssig. Die Gründe dafür waren wie immer zahlreich. Da war der Text der Szene davor gelernt worden,da war ein unfertiges Essay bis Montag abzugeben und wer nach der Chorprobe noch arbeiten gehen muss, hat es schwer, danach noch Text zu büffeln. Schon klar.  Völlig unvorbereitet war zum Glück keiner unter uns, im Gegenteil. Die Frustration die den ein oder anderen unter uns im Probenverlauf ergriff, lag wohl gerade an der stundenlangen Vorbereitung, die manchmal wie umsonst schien. Denn diese ungewöhnlich lange Szene besteht beinahe ausschließlich aus Dialogen:  Viele alleinstehende, kurze Sätze, die sich – so kam es uns vor- weigerten, uns korrekt über die Lippen zu kommen…

Ödipus (Martin) verzweifelt. Foto vom 11.01.2009.Kurzum: Eine echte Herausforderung! Es ist aber auch zum Verzweifeln, wenn man den Sinn der Worte längst begriffen hat, die Syntax dieser Sätze aber so ungewohnt verdreht und teilweise ohne jeden Rhytmus ist.  Besonders Martin, der als Ödipus den Löwenanteil des Textes zu lernen hat, schwankte mehrmals zwischen Anstrengung und Wut, wenn im entscheidenden Moment das richtige Stichwort fehlte. Uns anderen ging es ähnlich. Selbst ich hatte bis zuletzt Schwierigkeiten, das Textbuch nur aus der Hand zu legen, wobei Tiresia vergleichsweise wenig Text hat. Trotzdem war die Laune gut und die Konzentration (die meiste Zeit) sehr hoch. Anstrengend war es auch, das sicher. Doch sind wir mit dieser wichtigen Szene weit gekommen. Allein die Choreographie des Streits zwischen Ödipus und Kreon hat beinahe 2 Stunden gekostet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein Armdrücken (kein -Ziehen, wie wir nach einigen gescheiterten Versuchen feststellten) zwischen dem beleidigten König und dem überraschten Schwager mit einem anschließenden Streitgespräch in herrlich pampiger Atmosphäre eines gescheiterten Familien-Kaffeetisches.

Nur einer ging etwas enttäuscht von der Probe: Stefan kam bei dieser Probe häufiger als Souffleur anstatt als Schauspieler zum Einsatz, denn für die geplante 3. Szene war letzten Endes viel zu wenig Zeit. Und dabei konnte er von allen seinen Text am Besten…

Kommentare

Kommentar von Stefan
Zeit: 12. Januar 2009, 01:35:35

Naja, ich habs überlebt – und so schlimm war es nicht. Jetzt kenne ich wenigstens die 2. Szene und kann mir alles besser vorstellen, das ist ja auch was wert 😉

Kommentar von Johanna
Zeit: 14. Januar 2009, 00:30:11

Diese Bilder sind nicht besonders Vorteilhaft….bin schwer enttäuscht, aber wie du schon im Twitter schriebst: es gibt kaum Fotos auf denen wir einen guten Eindruck machen!

Kommentar von Benedict
Zeit: 14. Januar 2009, 15:56:40

Naja, diesen Sonntag ist noch nachteilhaft hinzugekommen:
1. Kamera-Akku war nach kurzer Zeit leer
2. Niemand, der einigermaßen gut fotografieren kann war da
3. Die Probe war so intensiv, dass ich meine volle Aufmerksamkeit auf euch lenken musste und keine Zeit fürs Fotografieren opfern wollte.

Aber wenn du willst, kann ich noch die anderen 3-4 Fotos von der Probe, die „ok“ sind hochladen.

Kommentar abgeben