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Monat: Dezember 2008

Warum lest ihr unser Blog?

31. Dezember 2008 (13:59:04) | Verschiedenes | Von: Benedict

Ich würde gerne wissen, warum die vielen stillen Mitleser (ja, es gibt sie!), hier mitlesen, bzw. was am Interessantesten für unsere Leser ist. Berichte aus dem Probenraum? Veranstaltungshinweise? Die Fotos? Der Smalltalk zwischendrin? Unsere wirren Forschungsprojekte?

Ich freue mich über möglichst viele Kommentare oder E-Mails (regie at antigone20 . de). Vielleicht können wir dieses Blog mit eurer Mithilfe im Neuen Jahr noch interessanter gestalten.

Antigone 2.0 in der Berliner Zeitung

30. Dezember 2008 (17:07:35) | Neuigkeiten | Von: Benedict

Unter dem Titel „Findet das Theater zukünftig online statt?“ hat Daniela Zinser – die sich eine unserer Proben angesehen hat – den bisher griffigsten Versuch einer Erläuterung, was wir eigentlich bei Ödipedia tun, angestellt. Das ist nicht einfach, denn manchmal wissen wir es ja selbst nicht. Der Artikel aus der Rubrik „Unterm Strich“ ist gut zu lesen, ausführlich, witzig und entspricht der Wahrheit. Also, durchlesen!

Frohe Weihnachten!

24. Dezember 2008 (06:00:01) | Neuigkeiten | Von: Benedict

Adventsfeier: Impressionen

20. Dezember 2008 (05:46:35) | Verschiedenes | Von: Benedict

Walk a mile in my shoes

18. Dezember 2008 (11:22:00) | Veranstaltungshinweise | Von: Benedict

Am Samstag habe ich mir wie angekündigt mit Alessa „der gute König Ödipus“ angesehen. Die Ödipusgeschichte extrem gerafft (in gerade mal einer Stunde) als Ein-Mann-Stück gespielt von Jochen Keth. Der Ansatzpunkt der Inszenierung scheint die Schuldfrage zu sein: Worin liegt denn jetzt eigentlich Ödipus Frevel? Sind nicht viel mehr seine Eltern und die Götter, deren Spielball er ist, verantwortlich zu machen? Ödipus kommt mit einem Sack Schuhe auf die Bühne. Die ganze Last, die er trägt, die ganze verwickelte Geschichte, die ganzen Menschen und Ahnen und Erbflüche schüttet er vor uns auf die Bühne und beginnt zu erzählen. Besonders wichtig ist ihm die Feststellung, dass er ein guter König war. Ein sehr guter. Ist das die Hybris? Auf diese Behauptung folgt regelmäßig ein Telefonanruf. Ödipus spricht den Anrufbeantworter „… Leider bin ich im Moment nicht zu Hause. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich rufe nicht zurück. Piep!“, der Anrufer kommt vom Band. Mensch und Maschine verhalten sich nicht so, wie man es erwartet, Schicksal und eigener Wille auch nicht. Mehr »

Textfrust und Abhilfe

16. Dezember 2008 (16:22:59) | Verschiedenes | Von: Annika

Nach so vielen positiven Berichten ist es auch einmal Zeit, viel angestauten Frust rauszulassen und über den Schmerz eines Schauspielers beim Textlernen zu reden. Weh und Ach! Io! Ai!! Ich werde das NIIIIE lernen!! So oder ähnlich sind die Gedanken, die mir in den Sinn kommen, wenn ich mein Textbuch zur Hand nehme, dass schon jetzt ziemlich abgenutzt aussieht. Dabei ist es nicht der Text der Tiresia/Fred oder Liftofos, der mich verzweifeln lässt, sondern die langen Chorpassagen die leider völlig ohne Rythmus oder Reim sind (es ist halt nicht jeder ein Genie wie Hölderlin und schafft es, das griechische Versmaß zu erhalten). Auch ist der Text nicht immer so logisch aufgebaut, dass man sich am Sinn „entlanghangeln“ könnte. Kommt die Aufzählung der Götter im 1. oder im 3. Vers? Wie heißen diese ganzen Götter denn auch gleich und wo waren noch gleich die Atempausen? Puuh, ganz schön knifflig. Drahtons Text ist da schon eingängiger: „Schweiget! Bin weder Prophet noch schöne Muse, trage weder Hose noch Bluse. Doch eins ist gewiss, dass sollt ihr erinnern: Mit meinem Wissen werdet ihr zu Gewinnern…“ usw. Toll!

Leider weigert sich Beni, dramaturgisch einzugreifen und Teile des Chors zu streichen. Und da er das letzte Wort hat, werde ich wie alle anderen wohl die Zähne zusammenbeißen – dabei würde ich dieselben doch manchmal lieber in mein Textbuch schlagen… Da hilft nur: Lesen, lesen, lesen. Laut (zu Hause) oder leise (U-Bahn) oder im Chor (siehe Probenbericht). Mehr »