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Monat: November 2008

Lamellenvorhänge gesucht

13. November 2008 (15:07:46) | Neuigkeiten | Von: Benedict

Wir suchen für das Bühnenbild von Ödipedia dringend mehrere (voraussl. 6) günstige Lamellenvorhänge (auch Vertikaljalousie genannt) in weiß und einer Größe von mindestens 3×3 Metern. Es handelt sich um jene häufig in Büroräumen zu findenden Verdunklungselemente, die auf dem Bild links zu sehen ist. Angebote mit Preis nehme ich gerne per E-Mail an regie @ antigone20 . de entgegen. Über ein Sponsoring oder Teilsponsoring der Vorhänge würden wir uns sehr freuen – sie werden im April 2009 in sieben Aufführungen vor voraussl. über 500 Zuschauern zu sehen sein. Ich könnte mir vorstellen, dass man – ähnlich wie bei Werbung im Kino – einen kurzen Film über den Sponsor auf den noch geschlossenen Vorhang projiziert, bevor die Aufführung beginnt. Eine Anzeige im Programmheft und hier auf unserer Webseite ist natürlich ebenfalls möglich.

Zusätzlich benötigen wir sobald wie möglich einen Lamellenvorhang in beliebiger Größe um zu proben. Gerne auch zerissen, versifft, in seltsamen Farben oder einfach alt. Werden evtl. gerade in deinem Büro solche Vorhänge ausgemustert? Dann melde dich bei uns. Im Gegenzug gibts eine kleine Überraschung. :-) Mehr »

Das hätte ich gerne…

12. November 2008 (17:48:00) | Proben | Von: Martin

Lesen unter Anleitung oder einfach Leseprobe:

So ist es! und nicht anders wie man meinen könnte: Der Schauspieler ist und bleibt ein Werkzeug des Regisseurs. So wurde der Dienstagabend ein Abend der Imperative und Diktionen, ein Abend des SO und nicht anders. Benedict und ich haben uns in einer intensiven vierstündigen Leseprobe mit dem Text von Ödipus im Prolog, der 1. Szene und Teilen der 2. Szene beschäftigt, in Prozenten also mit 1/4 des Textes. Wir achteten peinlich genau auf jedes Wort – denn so muss es ja auch sein – und erarbeiteten für jede Szene und jeden Dialog ein Persönlickeitsprofil Ödipus’. Heraus kam ein vielschichtiger Ödipus.

Ein wissensnimmersatter Ödipus der sich mit den Fragen seine Vergangenheit ungern selbst auseinandersetzt und alles sofort wissen muss und notfalls auch mal von einem sprechendem Fahrrad Informationen bezieht. Dabei schreckt er nicht vor den simpelsten Fragen zurück. Wir erarbeiteten einen wortgewandten Ödipus der mit großer Rhetorik die Geschicke Thebens versucht in den Griff zu bekommen. Dabei wirkt er ganz wie seine real gegenwärtigen Gegenstücke in der Politik, die für alles den verbalen Masterplan haben. Wie eine Neujahrsansprache eines Staatsoberhauptes muten die Monologe vor Thebens Einwohnern an und es wird in großen Worten vom Zusammenhalt geredet. Letztlich ist Ödipus nicht nur Oberhaupt eines Staates sondern auch Oberhaupt einer ganzen Familie und kommt hier nicht um “Wohnzimmer”-Stänkereien mit dem Schwager und der Gattin herum, die wie in jedem x-beliebigen deutschen Haushalt natürlich und grundsätzlich gegen Ödipus sind. Das man bei diesen multiplen Ansprüchen, die die Gesellschaft an einen stellt nicht immer bei klarem Verstand bleiben kann, erscheint in letzter Konsequenz nur allzu natürlich und lebensnahe.

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Wir werden berühmt! (oder so)

11. November 2008 (23:46:33) | Proben | Von: Stefan

So, da ich ja auch im Stück einen Boten spielen werde, bringe ich die Nachrichten.

Am Sonntag haben wir uns ja ganz normal getroffen, doch diesmal war ein besonderer Gast dabei: eine Reporterin von der Berliner Zeitung. Wir waren alle ein wenig aufgeregt, wie das wohl laufen würde, aber die Frau (ich weiß ihren Namen gar nicht – ich hab so ein schlechtes Gedächtnis ;-) ) war sehr symphatisch. Begonnen haben wir wie gewohnt mit einer Erwärmung von mir: erst ein wenig körperlich erwärmen, indem man den eigenen Namen mit verschieden Körperteilen schreibt. Wenn man Lisa heißt, hat man es da einfacher ;-) War aber mal interessant, den Namen mit Ohr oder Hintern in die Luft zu schreiben. Nach noch einer stimmlichen Erwärmung ging es dann auch direkt los.

Zuerst war der Prolog von König Ödipus dran, der ja sehr viele inhaltliche Sachen zu bieten hat. Begonnen mit Tiresias Erzähler-haft anmutender Einleitung zu der berühmten Zähneputzszene. Beim Zähneputzen konnte dann Ödipus seinen Text nicht mehr halten, da sind erst Lisa und dann ich mutig als Textpult eingesprungen. Maike, die Assistentin von Benedict, hat alle Dinge fleißig mitgeschrieben – ebenso wie die Reporterin.

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Logopedia

11. November 2008 (14:17:19) | Neuigkeiten | Von: Benedict

Das Ödipedialogo gibt es nun in vielen verschiedenen Farbkombinationen (schwarz auf rot, rot auf schwarz, schwarz auf weiß, weiß auf schwarz, rot auf weiß, rot auf transparent) in unserem Pressebereich zum Download.

Alternativ kann man sich dort auch den Schriftzug – ohne das Fragezeichen – herunterladen (ebenfalls in rot auf schwarz, rot auf weiß und rot auf transparent), aber mal ehrlich, wer will das schon? ;-)

Und noch etwas: Wir haben jetzt Winterzeit im Blog. Hurra! :-)

Griechischer Epos mal anders…

09. November 2008 (00:46:51) | Veranstaltungshinweise | Von: Lisa

Am 10.11. & 12-16.11. 2008 jeweils um 20.00 Uhr im BKA Theater Mehringdamm 34 (direkt U-Bahnhof Mehringdamm) werden Homers Werken “Die Ilias” und “Die Odyssee” neues Leben eingehaucht.

Das Schauspielensemble Unter Niewo spielt “DIE ILIAS UND DIE ODYSSEE AN EINEM ABEND”!

Ein Besuch lohnt sich. Witzig und charmant präsentieren die lausbübischen Harlekins, die leichtfüßigen, gut aussehenden Possenreißer die Schlacht um Troja und die Irrfahrt des Odysseus.

Für alle die sich und ihren Lachmuskeln mal wieder was gutes tun wollen…

Um mich herum, überall: Verfall.

08. November 2008 (18:24:52) | Verschiedenes | Von: Benedict

Unter dem Titel “Übrig bleibt ein einziger Scherbenhaufen” schrieb die TAZ am 29.10.2008 über die Schließung des Theater Zerbrochen Fenster in Kreuzberg nach 23 Jahren Spielbetrieb. Saskia Vogel scheint Arne Baur-Worchs Ärger nicht zu verstehen. Besonders eindrücklich finde ich den Satz “Um seine ruppigen und gleichzeitig herzlichen “Donnerwetter”-Reden zu umschiffen, fragt man ihn dann unverfänglich, was denn eigentlich “Zerbrochene Fenster” bedeutet?”

Aber nicht nur das Theater Zerbrochene Fenster ist ein “Scherbenhaufen”, auch unsere Probenkaffeekanne (gerade mal etwas älter als ein Jahr) ist vor kurzem in ihre Einzelteile zerfallen. Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem ich sie gekauft habe – zusammen mit einem Plastikkaffeefilter im Gesundbrunnen-Center.

Und mein Ödipedia T-Shirt wurde zu heiß gewaschen und ist ausgeblichen. Wird mit zukünftigen T-Shirts nicht mehr passieren, da wir nun Flockdruck, statt Fotodruck einsetzen, aber trotzdem ärgerlich. Den Zustand der Objekte kann man auf dem Foto unten bestaunen.

Beide brauche ich nicht mehr. Ich könnte jetzt einen Flohmarkt anbieten, um die kaputten Sachen loszuwerden. Mache ich aber nicht. Ich könnte auch einfach mal spontan “Leichenfledderer” sagen. Oder gar denken. Mache ich aber auch nicht. Wer nach dem tieferen Sinn hinter diesem Text sucht: Es gibt keinen. Wer mir Geld für eine neue Kaffeekanne schicken mag: Gerne.