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Auf die Plätze, fertig, los!

19. November 2008 (23:53:20) | Forschung (Ödipedia) | Von: Alessa

Es ist Sonntag Morgen, viel zu früh (oder jedenfalls viel früher als sonst) und Alessa muss – Bohnen kochen. Gut, dass die eine Portion Bohnen schon gestern gekocht wurde, und ich auch Benedict überreden konnte, die Bohnen selber zu putzen und klein zu schneiden, ansonsten wäre der Aufwand für einen Sonntag Morgen völlig unangemessen. Es reicht ja schon, dass außerdem noch Zitronen gepresst und Zwiebeln kleingeschnitten werden müssen, für das Dressing.

Doch warum das alles? Warum Bohnensalat kochen an einem Sonntag Morgen?

Weil heute nämlich vor der angesagten Theaterprobe unser zweites Forschungsprojekt stattfindet: Was enthält mehr Vitamine – frisches oder gefrorenes Gemüse? Dazu haben wir uns ein gewieftes Experiment ausgedacht. Wir werden heute rennen, zwei mal. Und zwischendrin werden wir Bohnensalat essen (oder auch nicht, es muss ja schließlich eine Kontrollgruppe geben), einer aus frischen Bohnen vom Wochenmarkt und einer aus Bio-Tiefkühlbohnen vom Supermarkt. Und dann werden wir anhand unserer verschiedenen Rundenzeiten herausfinden, wer prozentual schneller geworden ist. Schließlich sind Vitamine gesund und machen, dass wir schnell rennen.

Soweit zur Vorgeschichte. Getroffen haben sich dann jedenfalls, Sonntag Morgen um elf und in Sportkleidung, Maren, Lisa und ich, sowie nicht in Sportkleidung Stefan (vom Rennen entschuldigt wegen gesundheitlicher Einschränkung) und Benedict (künstlerische Leiter müssen nicht rennen). Später kamen noch Sophia und Kameramann Bruno. Auf der Suche nach einem passenden geraden und möglichst unbelebten Wegstück irrten wir dann durch den wunderschönen Schlosspark Charlottenburg, bis wir beschlossen, mit einer Runde vorlieb zu nehmen – was es auch viel einfacher machte zu stoppen. Nachdem wir die Wegstrecke abgesteckt und uns warmgemacht hatten, wurde dann auch gerannt, während Bruno mit der Handkamera hinter uns herhetzen musste. Dann kurze Pause, verschnaufen, Bohnen essen (ich, da ich als einzige wusste, welche Bohnen sich in welcher Dose befanden, mit verbundenen Augen, Lisa, die als Kontrollperson nichts essen durfte, musste mich füttern *g*), noch ein bisschen verdauen (die Vitamine müssen ja im Magen ankommen) und dann nochmal laufen (Bruno beschloss allerdings dieses mal nicht hinterher zu rennen sondern von der Rundenmitte aus zu filmen).

Und, welch wunderbares Ergebnis, die Bohnenesser verbesserten ihre Rundenzeit (Maren um 0,67 s und ich um 1,15 s) während Lisa ein wenig langsamer (0,46 s) war. Danach die Auflösung: Maren hatte Tiefkühlbohnensalat und ich den Salat aus frischen Bohnen gegessen. Unser Ergebnis also: In Tiefkühlbohnen sind zwar Vitamine drin, allerdings nicht so vielen wie in frischen Bohnen.

Danach durfte Lisa dann endlich auch etwas essen, und wir machten uns auf den Weg zu Benedict und mir, wo um 14:30 Uhr die Chor-Leseprobe stattfinden sollte. Dazu kamen dann auch noch Johanna und Stimmtrainer Roman, und wir konnten für die Chorstellen bis vor Beginn des 2. Stasimons die Pausen, Betonungen usw. festlegen. Danach begann der gemütliche Teil des Abends mit Bohnensalat und Sekt für Geburtstagskind Johanna.

Kommentare

Kommentar von Annika
Zeit: 20. November 2008, 23:25:20

Liebe Naturwissenschaftler, jetzt erklärt mir bitte mal, wie es sein kann, dass Vitamine beim Kochen erhalten bleiben. Danke :-)

Kommentar von Alessa
Zeit: 23. November 2008, 19:23:15

Na ja, die Vitamine reagieren unterschiedlich stark auf Kochen. Vitamin A und E z.B. sind relativ hitzebeständig und eher empfindlich auf Licht, während Vitamin C zum einen wasserlöslich ist (geht ins Kochwasser) und außerdem noch ziemlich hitzeempfindlich. Also werden ein paar schon noch drin geblieben sein. :)

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