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Jetzt kann man, wenn man mehrere Webseiten gleichzeitig geöffnet hat, oder Antigone 2.0 zu den Favoriten hinzugefügt hat, die Antigone 2.0 Seite besser von den anderen unterscheiden. Wir haben ein Icon!
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Sieben gegen Theben: Polyneikes greift sein Heimatland Theben an, in dem sein Bruder Eteokles regiert. Sieben mehr oder weniger fürchterliche Kriegsherren werden mit ihren Soldaten auf die sieben Tore der Stadt verteilt. Eteokles setzt sieben eigene Helden dagegen. Am siebten Tor kämpft er gegen seinen eigenen Bruder. Die Vorgeschichte mit ihren Flüchen, Intrigen und dem Bezug zur Ödipussage ist natürlich wesentlich, setze ich aber mal als bekannt voraus.
Der Stoff ist an sich schon spannend (und wird viel zu selten gespielt), die Umsetzung in “Bruder gegen Bruder” von Sebastian Klink ist aber so großartig, dass sie jedermann sofort fesselt. Das Bühnenbild (Gregor Sturm): Ein Zirkus, eine Arena, ein Boxring? Von allem ein bisschen. Die Zuschauer sitzen im Halbkreis um eine runde Bühne. Werden die Schauspieler durch die hölzerne Absperrung vor dem Publikum geschützt? Oder umgekehrt? auf der Bühne ein Lichtschacht, also eine quadratische, oben vergitterte Stufe, unter der Neonröhren flackern, das gleiche spiegelbildlich an der Bühnendecke. Im Hintergrund ein schwarz-roter Perlenvorhang für ein bisschen 68er Flair – das durch die Kostüme dann voll entfaltet wird. Denn besonders pikant an der Inszenierung:
“Aischylos Tragödie über den Krieg um Theben, den Bruderkampf der Söhne Ödipus um die Macht, wurde 1968 von Karge/Langhoff neu adaptiert und am BE inszeniert. Im Zuge der Zerschlagung des Prager Frühlings wurde die Aufführung in der DDR schlußendlich untersagt.” (Aus der Programmvorschau der Brotfabrik)
Ich plädiere hiermit für eine Gemeinschaftsveranstaltung, diesmal ein Konzertbesuch am 17. oder 18. Oktober. Fast glaube ich ja, dass die Herren und Damen des deutsch-brasilianischen Ensembles bei unseren Proben zugehört haben, als sie einen Namen für ihr Programm gesucht haben. Die heißen Rythmen präsentieren sie unter dem wunderschönen Namen AVOCADO …
In meinem letzten Beitrag schon angekündigt und zu sehen: Bei unseren Proben wird auch viel diskutiert. Letzten Sonntag über den Prolog des 1. Teils von Ödipedia, hauptsächlich über den Dialog zwischen Priester und Ödipus, der uns im großen und ganzen nicht gefallen hat. Die Stelle verläuft zu schleppend, es gibt zu wenig Wortwitz, der Sprachrhythmus ist inkohärent. Damit wir uns nicht gleich im Prolog selbst den Wind aus den Segeln nehmen, habe ich mir am Montag in der S-Bahn (ich fuhr zweimal zur Frankfurter Allee zum Theater an der Parkaue zwecks PR-Aktionen und folglich auch zweimal wieder zurück) Gedanken gemacht, wie man den Text verbessern könnte. Die Szene zu streichen ist keine Option, sie ist zwar nicht unbedingt handlungstragend, aber wesentlich als Charakterstudie von Ödipus. Mehr »
(Wer jetzt sowas erwartet wird enttäuscht.)
Ich habe noch gar nicht meine Gedanken zur Probe am letzten Sonntag (07.09.2008) geäußert und auch keine Fotos hochgeladen. Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens hat Alessa ja bereits über die Probe geschrieben und zweitens gibt es schlicht keine interessanten Fotos vom letzten Sonntag.
Grund hierfür ist weder mangelnde Professionalität noch Kamera, sondern vielmehr, dass wir bei Ödipedia einen ganz anderen Probenansatz verfolgen müssen, als bei Antigone 2.0: Dadurch, dass der Text sich laufend verändert (auf ödipedia.de – auch du kannst mitmachen!), konzipieren wir noch keine kompletten Szenen, sondern höchstens Rudimente. Dafür wird viel improvisiert, diskutiert und ausprobiert. Nun lässt sich “improvisieren, diskutieren und ausprobieren” leider bedeutend schlechter auf einem Foto festhalten als “eine Szene mit unglaublich viel Action, die so in einem atemberaubenden interaktiven Theaterstück vorkommt”. Aus diesem Grund sind die “besten” Fotos, die letzten Sonntag entstanden sind, die von Robert, eines bei dem er sich die Schuhe bindet und eines, bei dem er ein Brötchen isst (nach dem Klick auf “Mehr”). Jedenfalls wenn man von dem Bild absieht, dass diesen Blogeintrag einleitet und zu dem ich eigentlich etwas schreiben wollte. Es hat nämlich unglaublich viel mit dem Prolog von Ödipedia zu tun. Aber dazu schreibe ich morgen etwas, der Beitrag ist jetzt schon viel zu lang. Für das Thema.