Eben habe ich einen sehr alten Artikel aus dem Blog eines Assistenzarztes (und die Kommentare dazu) gelesen. Leider tendiere ich dazu, den Haken bei “Benachrichtige mich bei Folgekommentaren” (wenn vorhanden) in Blogs zu vergessen, außerdem schaue ich in viele Blogs nur unregelmäßig rein bzw. habe nicht alle als RSS-Feed abonniert und damit habe ich auch die erhellende Antwort des Arztes auf meinen Kommentar übersehen:
Frage: Was ist schlecht an “neuzeitlichen” Faust-Inszenierungen?
Antwort: Zu weit ab vom Original, zu sehr die Künstler und das Ego des Intendanten im Vordergrund und nicht die Handlung, zuwenig Goethe. Naja, nimms nicht persönlich, ich habe niemanden direkt ansprechen wollen, nur ausdrücken, dass manchen die Qualität des Stücks egal ist, Hauptsache man wird gesehen.
(Das ist einmal eine klare Ansage, bedeutend besser als damals die Dame, die ich nach Euripides Medea am Deutschen Theater nach ihrer Meinung zur Inszenierung gefragt habe. Empörter Blick, dann der Ausruf “Das ist nicht Euripides!” Auf meine Frage, warum nicht, kam nur der wenig erhellende Satz: “Das ist kein Theater mehr!” was definitiv nicht stimmte, denn es war Theater, für diese Beurteilung bin ich Fachmann genug.
)
Es ist definitiv zu spät um, hierzu beim Assistenzarzt noch einen Kommentar zu schreiben, der beachtet werden würde, aber ich möchte unbedingt etwas zu der von ihm geäußerten Meinung sagen, Mehr »