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Visionen des Sehers II

26. November 2007 (01:17:20) | Neuigkeiten | Von: Max

So, nun ist die vorletzte Aufführung (vorerst) Über die Bühne gegangen.
Das fühlt sich schon sehr nach Abschied an, von einem tollen Projekt, einem mich begeisternden Stück, einer genialen Rolle,von dem Traum der Schauspielerei und nicht zuletzt vieler schöner Stunden und Tage mit ganz tollen, ganz besonderen Leuten.
Es ist schon komisch, erst fängt man ein Projekt an mit dem guten sorgenlosen Glauben, dass alles ganz toll wird ein bisschen aufgeregt, wie das denn alles wird und wie die Leute sind.
Dann Probt man, liest den Text befasst sich mit der Materie, spaßt und feiert zusammen, geht ins Theater,- lässt sich inspirieren und geniest die Zeit mit netten Leuten und potenziellen Freunden.
Nach einigen Wochen und Monaten sind aus den potenziellen Freunden Freunde geworden mit Macken und Lichtseiten die sie als Menschen zeichnen und als Freunde prägen.
Die Proben werden häufiger und spezieller. Später auch richtig anstrengend.
Man muss Kritik einstecken lernen, obwohl man sein Allerbestes gibt und seinen Frust über immerwieder verpatzte Einsätze und eigene Schwächen runterschlucken-
„The Show msut go on!“
Dann noch die Endproben: Nerven liegen blank, man sitzt mit all den Leuten täglich mehrere Stunden in einem Raum und … ist genervt!
Entweder als Kritiker oder als Kritisierter.
Hier muss was anders gemacht werden, da wird was gekürzt, irgendwas soll anders betont werden, etc.
Trotzdem: Man wächst und hält zusammen und das macht viel,- sehr viel aus.

Und dann die Premiere.
Aufregung. Ist alles da? Wo soll ich jetzt hin? Warum funktionert das nicht? Wer hat das Kabel gesehen? Kommst du endlich? Einsprechen. „Alle an Ihren Platz, gleicht geht’s los!“

Ja, da sitzen wir, drücken uns wünschen uns viel Spassund „toi toi toi“… „Ihr seid alle TOLL! Ihr schafft das!“ (Danke Beni)
Und dann: Ruhe.
Musik geht an, das Publikum kommt herein und wird immer mehr und mehr. Oh mein(e) Go(e)tt(er)!
Und dann geht’s auch schon los.
Lichtwechsel,- Stefan/Hämon muss als erster vor… Mandy/Antigone als nächste,… dann Roman/Kreon … oh,…. ich bin schon dran!… Danach verschwimmt alles in meinen Erinnerungen.
Ich weiß noch, dass ich gefroren hab trotz heißem Laptop, dass meine Beine einschliefen und ich versucht habe sie „unauffällig“ wieder zu beleben und war dran. Wenn ich auch schon früher gehört hatte, dass einem das Herz bis zum Hals schlägt, so hab ich das vorher nur als Metapher betrachtet,- jetzt weiß ich’s besser. :)

Applaus! Es ist überstanden! Geschafft! Und: Es hat ihnen gefallen!
Darauf einen Sekt, ach was gleich drei…
Die Aufregung ist nun zwar etwas weniger, aber die Freude am Spielen bleibt.

Ich danke allen die dabei waren für die schöne Zeit.
Ich hab Euch alle sehr lieb gewonnen.

Euer Seher Tiresias alias Max

Kommentare

Kommentar von Martin
Zeit: 26. November 2007, 11:59:24

Ich hoffe, ihr habt euch nicht „Viel Glück“ gewünscht… das bringt UNGLÜCK!!! 😉

Kommentar von Roman
Zeit: 26. November 2007, 17:30:12

Nun ja,
ein paar haben uns viel Glück gewünscht… Wir uns natürlich nicht. Niemals. Wie würden wir denn? 😉

Kommentar von Der Bote
Zeit: 28. November 2007, 14:00:26

Abergläubisches Gesindel, diese Theaterleute… 😀

Kommentar von Tiresias
Zeit: 28. November 2007, 15:29:28

Naja, bei so vielen Göttern weiß man ja nie. 😉

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