Antigone 2.0 Logo




Memoiren eines Boten I

04. Juli 2007 (00:57:38) | Verschiedenes | Von: Alessa

Heute war die zweite Antigone 2.0 Vorbesprechung. Sonntag geht es endlich mit den Proben los. Der Bote ist eine tolle Rolle, ich finde sie passt gut zu meinem Charakter. Obwohl, an der Todesnachrichten-Überbringung muss ich noch arbeiten. Lachen ist wohl unpassend…

Der Stimmtrainer meint, ich muss noch viel lernen. Ok, er hat es ein bisschen netter ausgedrückt. Ich habe Potential, mich zu verbessern. Gut, das glaub ich mal. Ich hab es schließlich auch geschafft, meinen schwäbischen Dialiekt loszuwerden. (Hey, das war nicht einfach!) Und ich muss ja ganz ehrlich sagen, ich hatte die Stellen teilweise nur einmal durchgelesen und war mir nicht ganz im Klaren über die Bedeutung des Textes. Hölderlin ist einfach… Hölderlin. (Und wer das jetzt nicht versteht, lest mal eines seiner Gedichte. Oder seine Antigone-Übersetzung. Jetzt mal ehrlich, das ist schlimmer als Shakespearian English…)

Ich hab ein paar Vorschläge für das Bühnenbild gemacht. Der Herr und Meister war nicht so sehr begeistert, aber ich glaube unserem Herrn Bühnenbildner könnten sie evtl. gefallen haben. Ich fand sie natürlich ganz toll. Und durchsetzbar. Aber wir werden sehen. Ich muss auch noch schauen, ob ich es durchgesetzt bekomme, eine schwarze statt einer weißen Bluse zu tragen.

Der Bote, 04/07/07

Kommentare

Kommentar von Roman
Zeit: 05. Juli 2007, 16:55:36

Ich plädiere auch zu einer schwarzen Bluse – der Bote überbringt schließlich keine guten Nachrichten. Und trotz Sophokles Grundsatz „Bestrafe den Boten nicht für die Überbringung einer schlechten Nachricht.“ ist der Bote bei Antigone 2.0 nicht unschuldig: Er hat Antigone schließlich gemeinsam mit den Wächtern entdeckt, überführt und verraten.
Ein lachender Bote scheint mir durchaus… äh, Witz zu haben. Ich sperre mich nicht dagegen – Kontraste sind schließlich ein Grundtenor dieses Stücks.

Kommentar abgeben