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Monat: Juli 2007

Newsflash

28. Juli 2007 (00:21:02) | Neuigkeiten | Von: Benedict

In letzter Zeit ist eine ganze Menge bei uns passiert. Über die Proben brauche ich ja nicht mehr berichten, das haben netterweise bereits drei vor mir getan. :-)

Erlebnisse der letzten Tage

  • Am Sonntag Abend waren wir (fast geschlossen, Michael und Mandy konnten leider nicht) in der Theaterkapelle Friedrichshain um uns „Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen“ anzusehen. Wir hofften auf evtl. Inspirationen durch Aufführungsort und Thematik – schließlich ist auch in Antigone die Bestattung ein Kernthema. Die Inszenierung wurde in unserem Team sehr kontrovers diskutiert.
  • Am Dienstag, den 24.07.07 hatten wir wieder eines unserer berühmt-berüchtigten Theorietreffen. Leider haben wir diesmal so intensiv gearbeitet, dass es keine Fotos davon gibt. Thema war „Ödipus auf Kolonos: Der mythologische Kontext von Antigone“.

Änderungen auf der Homepage

  • Die Fotos vom Fotoshooting sind jetzt endlich online. Teilweise in hoher Qualität in unserem Pressebereich zum Download, teilweise beim Anklicken der einzelnen Teammitglieder sichtbar
  • Damit komme ich gleich zum nächsten Punkt: Für jeden von uns gibt es jetzt eine kleine Seite mit Kurzbiographie. Diese kann man entweder über den Menüpunkt „Das Team“ (und dann Anklicken des jeweiligen Namens) erreichen, oder durch Anklicken eines Autors hier im „Neuigkeiten“-Bereich.
  • Probenbericht und Probenfotos vom 22.07.07 sind nun ebenfalls online. Außerdem gibt es bereits den Probenplan für die Probe am 19.08.07.
  • Ich habe versucht, die Navigation ein bisschen zu verbessern, Fehler zu korrigieren, usw. Ich weiß nicht, ob mir das überall gelungen ist, Feedback ist daher erwünscht.

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Probe & Fotoshooting

27. Juli 2007 (01:36:55) | Proben | Von: Mandy

Es war ein regnerischer Sonntag, an dem ich -10 Minuten zu spät, wie ich gestehen muss- zum Theaterhaus Mitte eilte. Doch in unserem Probenraum, der dieses Mal sogar mit einem großen Spiegel ausgestattet war, war es warm und es gab Kaffee und Schoko-Mikados (nach denen ich schon längst süchtig bin!), so dass man das Wetter schnell vergaß…

Die Szene, in der Antigone nach ihrer Tat auf Kreon trifft, finde ich toll; wir liefern uns ein schönes Wortgefecht. Doch nicht nur mit meiner Wenigkeit muss sich der KöniCH 😉 auseinandersetzen, auch sein Sohn Hämon nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, seine …ähm… „Liebste“ in Schutz zu nehmen. Nee, nee -da wird der richtig energisch!

Antigone in rotem Kleid mit Netzwerkkabel - und ziemlich aggressiv!Ich glaube, ich muss mich noch etwas mit der Idee anfreunden, das Netzwerkkabel als Springseil zweckzuentfremden. Nicht, dass ich’s nicht gut finde, es ist nur etwas gewöhnungsbedürftig…

Das SCHÖNSTE an meiner Rolle ist (unter anderem) mein Kostüm: Ein Traum in Rot! Ich habe mich in das Kleid verliebt!!! Nicht böse sein, Hämon… ;-P

Die Fotos des Teams sind wirklich super geworden! Großes Lob an Roman, der so tapfer und kompetent die Stellung an der Kamera gehalten hat. Aber die Bilder sind nicht zuletzt deswegen so schön geworden, weil unser Bote sozusagen eine zweite Berufung entdeckt hat. Mit Puder, Pinsel und Bürste bewaffnet hat er aus jedem noch so verwuschelten, mit glänzender Nase herumlaufenden Etwas ein fotogenes Geschöpf gemacht.

Memoiren eines Boten IV – Netzwerkhäscher und Schnappschussjäger

25. Juli 2007 (23:44:17) | Proben | Von: Alessa

Und wieder eine sonntägliche Probe. Diesmal standen nicht nur die Epeisodien 2-5 mit zugehörigen Stasima auf dem Plan, sondern auch das langerwartete Fotoshooting, weshalb unser Regisseur und ich schwer bepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen (wie Hintergrundstoff, Kamerastativ, Kamera, Wechselkleidung und Make-up, nebst den übrigen Sachen wie Wasser, Kaffee, Knabbersachen etc.) im Probenraum (diesmal mit Spiegel, zur besseren Einschätzung unserer Bewegungen) ankamen.

Die Probe fing sogar ziemlich pünktlich an, mit einem neu eingeführten großen Spaß: dem Einsprechen, geleitet von ihrer königlichen Hoheit Kreon, Meister der Sprachfertigkeit. Man könnte es auch Frühsport für die Stimmbänder nennen, begann es doch mit Lockerungsübungen und Klopfmassagen, und auch die Kreisspiele trugen zum Eindruck bei. Es war sehr spaßig und hilfreich, und ich hoffe wir können jede Probe so beginnen.

Der erste Teil der Probe war Antigones Gefangennahme, ihrem Streit mit Kreon und dem Vater-Sohn Konflikt zwischen Kreon und Hämon gewidmet. Das erste Stasimon, in dem der Bote die seilhüpfende Antigone mit einem Netzwerkkabel fesselt, ist eine meiner Lieblingsstellen. Auch die Folgeszene, in der er sie Kreon vorführt und etwas aufmüpfig den Tathergang erzählt, gefällt mir sehr. Obwohl ich da noch sehr viel Arbeit werde hineinstecken müssen. (Vor allem, weil ich noch nicht mal den Text kann. Abgesehen von den ersten sechs Zeilen oder so…) Dafür ist es eine Freude, Antigone und Kreon beim Streiten zuzuschauen, und Hämon schmachtet schon richtig schön. Außerdem durfte er seinen wütend-trotzigen Abgang üben (davon gibt es sehr schöne Fotos, die der Herr und Meister sicherlich bald hochlädt). Mehr »

Visionen des Sehers

25. Juli 2007 (18:09:40) | Proben | Von: Max

Tiresias alias Max EversheimNun, so ward also auch Tiresias zum ersten Male eingebunden in das Geschehen. Ein „Interview“ wenn man so will bestärkte meine Vermutungen, was die Beziehungen zu Kreon und Antigone als auch den Göttern betraf. Es war interessant zu erkennen, dass man intuitiv sehr nah seiner Rolle gegenüber denkt, wenn man sich in die Geschichte einlebt.
Tiresias nicht als schwachen Alten zu spielen, sondern als einen vom Leben gezeichneten stolzen, ebenso aber freundlich warnenden Seher zu spielen ist ein Ansatzpunkt mit dem ich mich allerdings noch auseinandersetzen muss.
Die Blindenübung war toll. Ich kann mich durchaus besser denn je hineinversetzen in jenen Menschen, wie er anfangs hilflos auf sich selbst gestellt der Verzweiflung sein musste und erst später lernte seine verbleibenden Sinne zu nutzen und auszuprägen, bis er dem Göttlichen so nah sein konnte.
Dankend muss ich feststellen, dass alle Gruppenmitglieder die Stärke haben mich aufzufangen, wenn ich mal blindlings umherstolpere, Danke dafür. 😉
Auch Kreon ist ein Mensch, dem man manches Mal auf die Füße treten muss, bevor er wieder auf den Boden zurückkommt, und doch ist er einem derethalber nicht Gram.
So ergeben sich immer wieder interessante Konstellationen zwischen Charakteren und zwischen Schauspielern aber auch zwischen den Personen und ihren Rollen. Spannung, auf die ich mich bei jeder Probe wieder freue.

Mein Sprechtraining heute wird auch eine Herausforderung der ich mich gerne stelle, so wächst man doch auch mit seinen Aufgaben. Und wer möchte nicht reifer und erfahrener werden?

Auf das die Götter uns stets mit Wohlwollen betrachten.

So spricht der Seher

Bekannter werden heißt das Ziel!

20. Juli 2007 (16:11:53) | Neuigkeiten | Von: Annika

Puh, es ist geschafft! Die Pressemitteilung ist an die Zeitungen verschickt. Jetzt heißt es warten und hoffen, dass alle diese sofort abdrucken 😉
Eigentlich ist es nicht schwer, obwohl ich schon etwas nervös war und ehrlich gesagt ein bisschen Angst hatte, mich am Telefon zu verhaspeln. Dabei habe ich meist garnicht mit den verantwortlichen Redakteuren selbst gesprochen. Das kommt sicherlich erst, wenn wir schon soooo bekannt sind, dass die Leute Schlange stehen um NOCH MEHR über das Projekt zu erfahren!! Jetzt wird es aber höchste Zeit, die restlichen Fotos der Proben auf die Website zu stellen, damit die lieben Kulturredakteure auch was zu gucken und nicht nur zu lesen haben. Aber das muss wirklich bis heute Abend oder morgen warten, denn leider leider haben wir noch keine Semesterferien und ich bin schon spät dran für mein allerletztes Seminar dieses Semesters … *losrenn*

Texte und Grimassen

19. Juli 2007 (09:43:58) | Proben | Von: Annika

Kreon und EurydiceMeine erste ‚richtige‘ Probe. Ausgerechnet heute kam ich natürlich viel zu spät. Irgendwie ist dieses Theaterhaus Mitte per pedes nicht so leicht wiederzufinden, wie mit dem Roller… Ich war natürlich erleichtert, dass ich nicht die Einzige Zuspätkommerin war, aber Benedict hat auch recht, wenn er über die Disziplin nicht so begeistert ist…

Es ging gleich mit der Rollenfindung los. Bei der letzten Probe habe ich nur zugeschaut, jetzt durfte ich erfahren, wie schwierig es wirklich ist, als Eurydice vor dem Boten zu stehen und die schlechten Neuigkeiten zu erfahren. Schnell war klar: Schwierig ist hier nicht der Text,sondern das Schauspiel, während des langen Monologs, den Alessa spricht. Zum Glück herrscht in unserer Truppe so ein lockerer Umgang, dass mir das Proben des Mimenspiels nicht lächerlich sondern eher lustig vorkam. Es ist klar, dass jede Übung, egal wie blöd sie im ersten Moment aussehen mag, dem Stück dient. Eine erfolgreiche Aufführung ist das Ziel und daran arbeiten alle mit. Seien es die Schauspieler die im Moment auf der Bühne stehen, indem sie jeden Vorschlag bestmöglich umzusetzen versuchen, oder alle Außenstehenden, die sie unterstützen, indem sie Anregungen geben oder schlicht im entscheidenden Moment still sind um die Konzentration zu erhalten.